Die HSG Rhein-Nahe Bingen ist immer ein spezieller Gegner für die Handballer aus Mülheim und Urmitz. Insider erinnern sich an deutliche Niederlagen, auch wenn man als Favorit gegen stark ersatzgeschwächte Rheinhessen antreten konnte.
Auch dieses Mal konnten die Gäste bei weitem nicht in ihrer Stammformation in der Philipp-Heift-Halle antreten. Und wieder bahnte sich eine Niederlage für die Hausherren an. Nach 20 Minuten lag man mit 3:11 im Rückstand und zeigte bis dahin eine absolut desolate Vorstellung. Zwar stand die Abwehr einigermaßen, aber im Angriff lief nichts. Entweder scheiterte man am gut haltenden Gästetorwart, traf Pfosten und Latte oder leistete sich unfassbar viele technische Fehler. Das Siebenmetertor von Luc Nohner in der 22 Minute zum 4:11 sollte dann die Wende zum Guten bedeuten. Bis zum Pausenpfiff konnte man den Rückstand auf 9:12 verkürzen.
Zu Beginn der zweiten Spielhälfte drohte das Spiel erneut zu kippen. In der 38. Minute führte Bingen mit 17:11. Zusätzlich musste Jan Hommen eine 2 Minutenstrafe absitzen. Aber nun ging endgültig ein Ruck durch das Team von Frank Knipp. Jonas Brüggemann, der sich nach seiner Handverletzung im letzten Spiel trotz Schmerzen in den Dienst der Mannschaft stellte, traf dreimal innerhalb einer Minute und eröffnete damit eine furiose Schlussphase. In der 49. Minute traf Philipp Schwenzer zum erstmaligen Ausgleich von 21:21. Peter Mittmann war es vorbehalten in der 42. Minute mit dem 23:22 die erste Führung zu erzielen, dem Jan Hommen das Tor zum 24:22 folgen ließ. Damit war die Moral der Gäste gebrochen und der HBMU feierte am Ende einen hart erkämpften 29:24 Sieg.
Am kommenden Wochenende steht das Auswärtsspiel bei den Südpfalz Tigern auf dem Programm des HBMU.
Es spielten: Y. Stromberg, Klapthor, Hommen (2), Nohner (5/2), M. Helf (3), Kohlhaas, Langen, Hemmerle (4), Backes (2), Daub, Lütkemeier, Brüggemann (4), P. Schwenzer (3), Krechel, Mittmann (6).